Endproben für „Viva Las Vegas“ im Leipziger Stadtbad

Kategorie: Theater in Leipzig Veröffentlicht am Dienstag, 17. November 2015 Geschrieben von E. Engelhardt

Premiere am Freitag bietet Artistik der Spitzenklasse

 

Artistik der Spitzenklasse bei  Die Endproben im Leipziger Stadtbad für die neue Dinnershow „Viva Las Vegas“ sind in vollem Gange. Am Freitag, den 20. 11. 2015, findet um 19:15 Uhr die Premiere für die mittlerweile vierte Weihnachts-Dinnershow im historischen Ambiente statt. In der zum Festsaal umgestalteten Männerschwimmhalle wird gerade eifrig geprobt, geändert, verworfen und neu probiert. Über zwanzig internationale KünstlerInnen sind in diesem Jahr an der der Veranstaltung beteiligt. Die wollen alle gut koordiniert und auf die Show vorbereitet werden.

 

Abläufe werden geklärt, ein Stuhl und ein Mikrofonständer müssen beispielsweise auf die große Showbühne gestellt werden. Also wird geschaut, wer ist gerade frei und kann diesen Vorgang erledigen. Ein Musiker bekommt die Aufgabe zugeteilt. Plötzlich fehlt Klebeband, um vorn auf dem Laufsteg etwas abzukleben und Punkte zu markieren. Aber es findet sich schnell an. Ein „Tape-Verantwortlicher“ wird ernannt, der das Klebeband griff- und einsatzbereit haben muss. Der Saal wird währenddessen an den Seiten dekoriert, passend zum Las-Vegas-Thema mit Spielkarten, aber auch mit weihnachtlichem Schmuck und Tannenzweigen.

 

Blick vom Regietisch in Richtung Bühne. Regisseur Lutz Weber (rechts) im Interview. An seinem Regietisch hat Regisseur Lutz Weber ein halbes Büro zur Verfügung. Laptops, Drucker, ausreichend Papier, Ablaufpläne nebst Assistenten stehen ihm zur Verfügung. Er schaut während der Probe auch mehr auf seinen Laptop als auf die Bühne.

 

Guido Gentzel mit Hut (Mitte), auf der Bühne. Die hat der Autor und künstlerische Leiter der Show Guido Gentzel allerdings fest im Blick. Immer wieder erklimmt er sportlich die Bühne, macht Haltungen vor, erklärt seine Ideen und gibt Spielangebote, die von den DarstellerInnen aufgenommen werden. Wie Weber ist auch Gentzel ein Mann vom Fach und kann sich den Beteiligten leicht vermitteln. Als Sänger und Schlagzeuger der Leipziger Band „The Firebirds“ kennt er die Showbühne wie seine Westentasche und hat auch ein gutes Händchen für den Umgang mit MusikerInnen.

 

Guido Gentzel gibt Daniel Craven Tipps. Daniel Craven (Mitte) führt durch den Abend. Bei Auf- und Abgängen achtet Guido Gentzel darauf, dass alles zusammenpasst, die Musik an entsprechenden Stellen anfängt und auf ein Zeichen des Darstellers aufhört. Auch ob für eine Sequenz Hintergrundmusik mit oder ohne Gesang eingesetzt werden soll, entscheidet Gentzel souverän und mit Begründung. Gesang lenke vom Geschehen ab und erschwere es dem Darsteller, der über das Gesungene drüber sprechen müsste. Also erklingt kein Gesang, während Conférencier und Magier Daniel Craven einen Zaubertrick mit Pokerchips vorführt.

 

Nicht nur Szenen, sondern auch die Lieder werden von Gentzel inszeniert. Welcher Musiker tritt wann, von wo aus auf – also doch nicht von der Seite, der Mittelgang ist frei und erzeugt größere Wirkung, geht der Künstler in den Applaus einer anderen Szene hinein oder wartet er diesen ab und wie soll der Übergang von der Live-Musik zur nächsten artistischen Darbietung angelegt werden? Das ist nur eine Auswahl der Probleme die sich auftun und von Guido Gentzel professionell gelöst werden.

 

Nebenbei fällt dem künstlerischen Leiter noch auf, dass der Schwung in der Musik etwas nachgelassen hat. Aber auch in den Proben muss mit Energie und Kraft gespielt werden. Eben noch auf der Bühne, ist Guido Gentzel im nächsten Moment oben auf der Galerie und spricht mit den Lichttechnikern. Auch diese brauchen Stichwörter, damit sie im richtigen Moment die passende Beleuchtung erstrahlen lassen können. Lichtstimmungen und Blackouts (Licht aus) sind wichtig für die Show. Also werden die Stichworte, in der Theatersprache „Cues“ genannt, mit einem Schauspieler, der den Rest der Szene improvisiert, abgesprochen und festgelegt.

 

Die KünstlerInnen der Dinnershow haben Spaß. Auf der Probe wird sowohl Deutsch als auch Englisch gesprochen. Die KünstlerInnen kommen aus sechs verschiedenen Nationen rund um den Globus und reden teilweise unter sich noch in ihrer eigenen Sprache. Dennoch herrscht keine Verwirrung, alle arbeiten sehr konzentriert, denn sie haben ein gemeinsames Ziel. Auch in diesem Jahr sollen die Gäste wieder restlos begeistert das Leipziger Stadtbad verlassen.

 

Dass dies ohne Probleme gelingen sollte, zeigen schon die artistischen Einlagen, die während der Probe für die Presse zu sehen waren.

 

Crazy Flight aus der Ukraine. Extreme Körperbeherrschung bei Crazy Flight. Die vier Ukrainer von Crazy Flight boten perfekte Körperbeherrschung und spektakuläre Wurfakrobatik auf. Die menschlichen Bauwerke, die Oleksandr Kirillov, Dmytro Zemlyanyy, Ihor Kozhyn und Serhiy Sakun, entstehen lassen, werden auch die LeipzigerInnen sprachlos machen.

 

Machen ihrem Namen alle Ehre: Crazy Flight. Zwei Artisten von Crazy Flight.  Ausgebildet wurden die vier Akrobaten an der Kiewer Zirkusschule. Ihre Laufbahn konnten sie mit mehreren Welt- und Europameistertiteln krönen. In Leipzig sind sie das erste Mal zu Gast und garantiert werden sie auch hier viele Fans gewinnen.

 

Manuelle aus Albanien. Kontorsionistin Manuelle in Aktion. Manuelle präsentiert  

 

 

 

 

Eine weitere Ausnahmeathletin konnte mit Schlangenfrau Manuelle gewonnen werden. Die schöne, junge Artistin lebt seit einiger Zeit in Deutschland und ist eine Königin der Kontorsion. Der Begriff „Kontorsion“ bezeichnet eine spezielle Art von Akrobatik-Nummern, bei der ein Künstler seinen Körper in Positionen biegen und winden kann, die für Normalsterbliche unerreichbar sind.

 

Manuelle ist Meisterin der Mund-Akrobatik. Manuelle bei ihrer Pfeil-und-Bogen-Nummer. Ihre Ausbildung erhielt Manuelle im albanischen Staatszirkus. Bereits als neunjähriges Mädchen begeisterte sie dort ihr Publikum. Heute ist sie die einzige Kontorsionistin, die im rotierenden Zahnstand mit Pfeil und Bogen einen Ballon in fünf Meter Entfernung abschießen kann. Diese eindrucksvolle Nummer wird sie auch in der Dinnershow zeigen.

 

Yusufu aus dem ostafrikanischen Tansania. Handstand-Höhenkünstler Yusufu. Der sympathische Yusufu aus Tansania ist ein weiterer artistischer Augenschmaus. Wie sich der drahtige Afrikaner an Holzstühlen empor arbeitet und fast schwerelos über diesen zu schweben scheint ist ein Höhepunkt der Probe. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn hoch oben über dem Publikum präsentiert der selbst ernannte „König der Handbalance auf gestapelten Stühlen“ seine beeindruckenden Aktionen.

 

Yusufu auf seinem Thron. Kopfüber balanciert er auf seinen Händen gerade noch auf dem obersten Stuhl, nur um sich im nächsten Moment, fröhlich lächelnd auf seinen hohen Thron zu setzen.

 

 

 

Yusufu fast wie ein Superheld fliegend. Als hätten seine Aktionen keinen körperlichen Tribut von ihm gefordert, schaut Yusufu in die Runde und erhebt sich anschließend wieder über seine Stühle. In Superhelden-Pose scheint er über seinen Turm zu fliegen und man erwartet, dass er tatsächlich gleich auf der Galerie zur Landung ansetzt. Wirklich aufatmen kann der Zuschauer erst, als der Artist wieder festen Boden unter den Füßen hat.

 

Anna Tsarova jongliert auf Zylindern stehend. Die Künstlerin Anna Tsarova gibt zwischen Vorspeise und Hauptgang einen Einblick in ihr Können. Auf mehreren Zylindern balancierend und dabei durch zwei Reifen kletternd, sorgt sie für spannende Momente. Gleichgewichtsbeherrschung und Zirkusqualitäten beweist sie auch in ihrer Jongliernummer.

 

Conférencier Daniel Craven bei der Probe. Neben den artistischen Nummern lebt die Show in diesem Jahr wieder von den Musiktiteln, die von der Showband Nightfever live interpretiert und eingespielt werden. Aber auch der neue Moderator Daniel Craven, der dieses Jahr durch den Abend führt, hat einige zuckersüße Gesangsnummern aufzubieten. Seine Illusionskunststücke sind ebenfalls überaus sehenswert. Das Publikum wird sicherlich jedes Mal erschauern, wenn er den Ventilator-Trick vorführt oder nach der Lösung suchen, wie er eine Jungfrau zum Schweben bringt.

 

Hauptgang wird auf Videoleinwand angezeigt.  Kulinarisch hat die Dinnershow wieder ein Essen der Extraklasse zu bieten. Stellvertretend dafür sei an dieser Stelle das Hauptgericht verraten: Karamellisierte Entenkeule mit Maronenpüree, Servietten- und Marillenknödel, dazu Apfelrotkohl und Rosenkohl. Alle Speisen werden während der Show auf der großen Videotafel über der Bühne eingeblendet.

 

Im Leipziger Stadtbad findet die Show statt. Karten für die familienfreundliche Show gibt es im Vorverkauf an der Kasse des Leipziger Centralkabaretts, Markt 9, oder im Internet (http://www.las-vegas-dinnershow.de/dinnershow/termine-tickets/). Die Tickets kosten zwischen 59 und 99 Euro, je nach Sitzplatz und Tag. Für Kinder bis 14 Jahre gibt es in diesem Jahr ermäßigte Karten zum Preis von 39 Euro, unabhängig von der Preiskategorie und mit genauso großem Menü wie für die Erwachsenen.

 

Alle weiteren Informationen über „Viva Las Vegas“ gibt es hier: http://www.las-vegas-dinnershow.de/dinnershow/show/

 

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