Leipziger Weihnachtsmarkt 2015 eröffnet

Kategorie: Weihnachten Veröffentlicht am Mittwoch, 25. November 2015 Geschrieben von E. Engelhardt

Viele BesucherInnen schon am ersten Tag

 

Es ist viel los auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt 2015. Traditionell am Dienstag nach dem Ewigkeits- oder Totensonntag, der das Kirchenjahr abschließt, leitet der Leipziger Weihnachtsmarkt mit seiner Eröffnung in die Adventszeit ein. Am Dienstag, den 24. November 2015, genau einen Monat vor Heiligabend, um kurz nach 17:00 Uhr, wurde der Leipziger Weihnachtsmarkt 2015 eröffnet.

 

Noch ist der Weihnachtsbaum aus. Die LeipzigerInnen fieberten dem Ereignis entgegen, standen schon eine halbe Stunde vor Öffnung der Tore zu Dutzenden an den verschiedenen Zugängen zum Markt. Diese waren mit rot-weißen Absperrbändern, an denen jeweils ein Ordner stand, noch geschlossen. „Es ist nicht so kalt wie letztes Jahr.“, stellte eine Frau fest. Der eine oder andere Standbetreiber huschte unter dem Band hindurch, ebenso eine Mitarbeiterin des Marktamtes. „Jetzt aber schnell, es geht gleich los!“, rief man ihr von innen entgegen. Die Glocke in der Rathausuhr schlug fünfmal. Eine Mutter ermahnte vorsichtshalber ihre Kinder: „Wenn der Mann das Band wegmacht, geht ihr gleich hier an den ersten Stand, damit ihr nicht über den Haufen gerannt werdet.“ Während die anderen BesucherInnen schon auf den Markt strömten, verschlief der Ordner auf Höhe des Barfußgässchens den Zeitpunkt und musste von der vor ihm stehenden Menge an die Zeit erinnert werden.

 

Die Leipziger Ratsbläser beim Auftakt. Moderator Peter Zimmer führte durch das Programm. Nach einem musikalischen Auftakt der Leipziger Ratsbläser, ergriff der Sprechwissenschaftler und Moderator Peter Zimmer das Wort. Er begrüßte die Gäste zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes. Peter Zimmer führte an diesem Abend durch das Programm und kündigte gleich die nächsten Musiker an. Das Ensemble Thios Omilos hatte hier einen deutlichen Heimvorteil.

 

Auch für Kinder war die Musik schön. Die vier ehemaligen Thomaner Philipp Goldmann, Tobias Ay, Cornelius Frommelt und Patrick Grahl, die seit 2002 gemeinsam auftreten und auch international erfolgreich sind, sangen für die LeipzigerInnen traditionelle Weihnachtslieder aus Deutschland, Frankreich, Norwegen, England und den USA. Zwischen „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ und „Rudolph the Red-Nosed Reindeer“ war für jede Altersgruppe etwas dabei. Entsprechend herzlich war der Applaus, den die jungen Männer erhielten.

 

Kulturbürgermeister Michael Faber (im braunen Mantel). OBM Burkhard Jung spricht zur Eröffnung. Auch Kulturbürgermeister Michael Faber wohnte der Veranstaltung bei. Sein Vorgesetzter, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), nahm nach der Gesangseinlage den Platz auf der Bühne ein. Er hielt eine kurze nachdenkliche Rede, gedachte den Attentaten in Paris und der Flüchtlingssituation in Leipzig, stimmte aber gleichzeitig optimistisch auf die Adventszeit und den „schönsten Weihnachtsmarkt Deutschlands“ ein, dessen Tradition bis ins 15. Jahrhundert zurückreiche. Er wünschte allen eine schöne gesegnete Adventszeit. Anschließend nahm er den wichtigsten Akt des Tages vor.

 

Oberbürgermeister Burkhard Jung betätigt den Knopf. Der Baum leuchtet zuerst an der Spitze. Er betätigte den Knopf, der den Weihnachtsbaum in majestätischem Glanz hunderter Lichter erstrahlen ließ. In mehreren Etappen von der Spitze bis zum Boden gingen die Lichter am Baum an, begleitet von „Ah“ und „Oh, ist der schön“-Rufen der LeipzigerInnen. Damit war der Weihnachtsmarkt nun ganz offiziell eröffnet.

 

Der Leipziger Weihnachtsbaum strahlt in voller Pracht. Der Leipziger Weihnachtsbaum ist in diesem Jahr wieder eine Fichte aus dem Vogtland. „Der Baum ist etwas höher als 20 Meter und war ungefähr 80 Jahre alt, als er gefällt wurde, um hier auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt aufgestellt zu werden“, verriet Moderator Peter Zimmer.

 

Außerdem konnte er den kleinen Gästen verkünden, dass der Weihnachtsmann an diesem Samstag, den 28. 11. 2015, auf dem Leipziger Hauptbahnhof ankommt. In neuer Arbeitskleidung, die in den Werkstätten der Oper Leipzig angefertigt worden ist, wird der Weihnachtsmann diesmal per Dampflokomotive anreisen. Wer den Weihnachtsmann in Empfang nehmen möchte, sollte am Samstag um 11:00 Uhr an Gleis 18 warten.

 

Weihnachtslieder von Thios Omilos präsentiert. Das Programm geriet an dieser Stelle etwas ins Stocken, deshalb musste Peter Zimmer die Pause überbrücken. Zwar sang das A-Cappella-Quartett noch einige Lieder, aber die danach angekündigte Tanzdarbietung des Tanzstudios T.A.B.U. aus Plagwitz, ließ auf sich warten.

 

Für die Schneemänner musste Platz gemacht werden. Tanzlehrerin Brigitte Bartsch inmitten ihrer Schülerinnen. Denn die Bühne musste dafür erst umdekoriert und etwas frei geräumt werden. Als alles zur Zufriedenheit von Tanzlehrerin und Choreografin Brigitte Bartsch war schickte sie ihre kleinen TänzerInnen auf die Bühne. Diese wirbelten in unterschiedlichen Konstellationen herum oder tanzten in Reigen und zu zweit.

 

Der Schneeengeltanz der Tanzschule T.A.B.U. Die Tanzversion von

 

 

 

 

 

Die ganz kleinen Schneeengel gehörten zu den „Mini Kids“, die bei dieser Gelegenheit ihren ersten Auftritt hatten und von stolzen Mamis und Papis begleitet wurden. Etwas größer waren die Tanzmäuse, die zu moderner Musik ihre Tänze aufführten. Die große Tänzerinnen-Gruppe mit Mädchen um die 10 bis 12 Jahre alt, waren die „Power Kids“, die schon richtig ihre Beine durch die Luft wirbeln konnten. Eine folkloristische Tanzversion des Schlagers „Moskau“ kam beim Publikum besonders gut an.

 

Im Nu füllte sich der Weihnachtsmarkt. Innerhalb einer Stunde hatte sich die Zahl der Gäste auf dem Weihnachtsmarkt vervielfacht. Zu Hunderten strömten Menschen über den Markt, besahen sich die verschiedenen Stände, an denen wieder schöne und interessante Sachen zu kaufen sind.

 

Am Kunstkartenstand. Krippenfiguren gibt es auch zu kaufen. Neben Lebkuchen, Honig, Senf und Süßigkeiten, kann man in diesem Jahr auch Kunstpostkarten kaufen. Auch gibt es einen Stand der speziell Krippenfiguren anbietet, aus Holz geschnitzt und teilweise bunt bemalt.

 

Die Schafe sind noch im Stall. Die Weihnachtskrippe rund um den Leipziger Weihnachtsbaum hat wieder echte Schafe im Angebot, die aber zur Eröffnung noch im Stall verblieben.

 

 

Lakritz aus Island darf gern probiert werden. Der erste Glühwein auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt. An einem anderen Stand gibt es Lakritz aus Island zum Probieren und allerlei andere süße Köstlichkeiten. Natürlich darf auch der obligatorische Glühwein nicht fehlen. Dieser kostet in diesem Jahr 3,- Euro und für die Tasse zahlt man 2,50 Euro Pfand, wer einen Schuss Amaretto oder anderes in seinem Becher schmecken möchte, muss dementsprechend tiefer in die Tasche greifen.

 

Historischer Weihnachtsmarkt Der Leipziger Weihnachtsmarkt ist auch in diesem Jahr wieder über die gesamte Innenstadt verteilt. Sowohl in der Peters- als auch in der Grimmaischen Straße kann gebummelt werden. Auch der historische Weihnachtsmarkt „Alt-Leipzig“ auf dem Naschmarkt mit seinen Handbrot- und Metständen erfreute sich bereits am Eröffnungstag großer Beliebtheit. Ebenso ist ein Teil des Weihnachtsmarktes auch in diesem Jahr wieder fest um die Nikolaikirche herum verankert. Dort gibt es die leckere Feuerzangenbowle.

 

Hochbetrieb auf der Grimmaischen Straße. Der neue Leipziger Adventskalender. Wer die Grimmaische Straße aufmerksam entlang geht, wird auch den Adventskalender des Leipziger Weihnachtsmarktes erblicken. Dieser ist an der Ecke zum Neumarkt im großen Schaufenster des Warenhauses Galeria Kaufhof verankert. Ab dem 1. Dezember geht dort jeden Tag ein Türchen auf. Der neue riesige Adventskalender ersetzt den 2012 eingestampften „größten freistehenden Adventskalender“ der bis dato 15 Jahre lang fest zum vorweihnachtlichen Leipzig gehörte.

 

Finnisches Weihnachtsdorf mit Blockhaus. Weiter geht es auf den Augustusplatz, wo sich gleich drei kleinere Weihnachtsmärkte präsentieren. Erstmals gibt es vor der Universitätskirche einen Südtiroler Weihnachtsmarkt. Ebenfalls auf dieser Seite, vor dem Gewandhaus, steht der Finnische Weihnachtsmarkt bzw. das Finnische Weihnachtsdorf.

 

Die Finnhütte 2015 von innen. Finnisches Teerbrot ist im Angebot. Wie im Vorjahr ist auch diesmal die über 200 Jahre alte Blockhütte aufgebaut worden. Dort können BesucherInnen finnische Spezialitäten wie Honig, Teerbrot, Saucen, Birkensirup, aber auch Kleidung, Plüschbären, Wichtel und Spielsachen kaufen.

 

Am Glögistand, eine lange Menschenschlange. Auch finnische Speisen kommen gut an. Hier wird der Flammlachs zubereitet.

 

 

 

 

 

Draußen scharen sich die Menschen derweil schon um die Essens- und Getränkestände. Hier wird der typische Glühwein des Nordens, genannt Glögi, angeboten. Aber auch der frisch vor Ort geräucherte Flammlachs hat es den Leuten angetan. Eine Portion im Brötchen kostet 5 Euro, den Fisch in der Suppe bekommt man für 6 Euro. Neu ist das Elchwurstbrötchen mit Preiselbeersenf, das auch 5 Euro kostet.

 

Der Eingang zum Märchenland. Frau Holle belohnt die fleißige Goldmarie. Die Prinzessin auf der Erbse vor der Oper.

 

 

 

 

 

Auf der anderen Seite des Augustusplatzes, vor der Oper, ist das Märchenland zu entdecken. Hier kann man sich die Geschichten von Frau Holle, dem Sterntaler-Mädchen, den Bremer Stadtmusikanten und der Prinzessin auf der Erbse anschauen. Ganz pfiffige Kinder merken gleich, dass sich in die dargestellten Märchen ein paar Fehler eingeschlichen haben. Aber das ist beabsichtigt und gehört zum Rätselspiel im Märchenland dazu.

 

Das Riesenrad gehört zum Weihnachtsmarkt dazu. Zum Abschluss lohnt sich eine Fahrt mit dem großen Riesenrad, um sich das funkelnde Leipzig von oben anzuschauen.

 

 

Der Leipziger Weihnachtsmarkt hat bis zum 23. Dezember 2015, täglich von 10:00 bis 21:00 Uhr geöffnet, freitags und samstags sogar erstmalig bis 22:00 Uhr.

 

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