Lok Leipzig hat den Aufstieg vor Augen
Dank eines verdienten 2:1 Heimsieg gegen die zweite Mann- schaft der SG Dynamo Dresden hat am heutigen Tage der 1. FC Lokomotive Leipzig das Tür zur Regionalliga ganz weit aufgestoßen. Die 6.534 Zuschauer im vormaligen Zentralsta- dion, davon über 1.000 Gästefans aus der Landeshauptstadt, sahen gerade in der ersten Halbzeit eine packende Oberliga-partie mit Chancen auf beiden Seiten.
Mit unschönen Szenen fing die Partie an, als ein Teil der Gästefans versuchte, in den Block der Probstheidaer zu gelangen. Die Sicherheitskräfte hatten die Situation nicht richtig im Blick und erst spät rückte die Polizei in den Block ein.
Beide Mannschaften lassen sich davon nicht beindrucken und spielen munter darauf los. In der 5. Minute setzt bei den Fans der Lokomotive kurz der Atem aus. Ein Dresdner Spieler flankt links aus dem Strafraum in die Mitte und Worbs schießt den Ball ins rechte Eck zum 1:0 für die Elbstädter. Doch die Antwort der Probstheidaer folgt fast direkt. Eine Ecke von rechts verwandelt Kevin Kittler in der 7. Minute mit einem Kopfball zum 1:1 Ausgleichstreffer. Ein ohrenbetäubender Lärm erfüllt das vormalige Zentralstadion.
Die Dresdner sind trotz des Ausgleichs nicht erschüttert und spielen weiter mit. In der 15. Minute ein großes Gewühl im Strafraum der Gastgeber. Erst trifft ein Dresdner die Latte, den Abpraller schießt ein anderer Spieler aus 3 Meter direkt auf den Torwart Gäng. Die folgende Ecke ist schon wieder gefährlich, der Keeper der Probstheidaer kann gerade noch zur Ecke klären.
Nur zwei Minuten später wieder Gefahr für die Gastgeber, eine unnötige Rückgabe kann der Lok-Keeper noch ins Mittelfeld zurückbefördern. Im direkten Gegenzug ein langer Pass auf Rico Engler, der läuft sich frei und hebt den Ball über Axel Mittag ins Tor. Ein sehenswerteswerter Treffer, der die Führung für die Probstheidaer bedeutet. Das Stadion bebt und leider lässt sich ein Dresdner dazu verleiten, eine Leucht-rakete auf den Fanblock der Probstheidaer zu schiessen.
Auch durch den zweiten Gegentreffer sind die Dresdner nicht geschockt und spielen weiter mit. Einen Freistoß aus rund 18 Metern kann Gäng erst im Nachfassen fassen. Und wiederum nur ein paar Minuten später klärt ein Abwehrspieler der Probst-heidaer nach einem langen Pass in den Strafraum; der Dresdner Stürmer stand einschussbereit parat.
Die erste Halbzeit geht munter weiter; 38. Minute Großchance für Lok, aus rund 14 Metern geht der Ball knapp über das Tor. Zuvor hatte sich ein Spieler der Gastgeber den Ball engagiert erkämpft. Die nächsten zwei Minuten sehen zwei Großchancen auf beiden Seiten. Zuerst geht ein Freistoß auf das Tor von Lok knapp vorbei, dann verpassen die Leipziger die Chance auf das 3:1. Anlalog zum zweiten Tor folgt ein Sololauf auf das Tor der Dresdner, doch der Gästekeeper, Alex Mittag, kann wiederum retten.
Nach der Halbzeit verflacht das Spiel zusehends. Die Leipziger erspielen sich keine nenneswerten Chancen mehr, bestimmen aber in weiten Teilen die Partie. Die Dresdner haben in der 59. und 62. Minute jeweils die Chance zum Ausgleich. In der 59. Minute kriegt ein Abwehrspieler der Leipziger gerade noch ein Bein zwischen den Schuss eines Dresdners. Die weitere Schusschance vergibt ein Spieler der Gäste knapp. In der 88. Minute sieht Merkel bei den Dresdner noch verdient die gelb-rote Karte.
Es war ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten, während die erste Halbzeit hochspannend war, verflachte das Spiel in der zweiten immer mehr. Die Leipziger hatten in einigen Situationen das Glück des Tüchtigen und können nunmehr beim Spiel in Chemnitz den Aufstieg perfekt machen.
Für etwas Enttäuschung bei den Probstheidaern wird die Zuschauerzahl gesorgt haben. Insgeheim rechnete der Verein mit 10.000+x Zuschauern, schlußendlich waren es die besagten 6.534.
Doch, wenn der Aufstieg klappt, werden solche Zahlen schnell vergessen sein.